Der Kanton Schwyz hat der Seeklinik Brunnen am 1.4.2020 den zusätzlichen Leistungsauftrag zur Behandlung von COVID-19-Patienten erteilt.

Die Seeklinik Brunnen hat dem Amt für Gesundheit und Soziales des Kantons Schwyz angeboten, in Ergänzung zu den intensiv-medizinisch verfügbaren Betten in den Akutspitälern in Schwyz, Lachen und Einsiedeln, an COVID-19 erkrankte Personen mit gleichzeitig psychosozialen Belastungssituationen aufzunehmen.

Gleiches gilt für Patienten in Kontakt-Quarantäne, die aufgrund der psychosozialen Belastungssituationen einen Behandlungsplatz in den erwähnten somatischen Häusern belegen. Darüber hinaus werden COVID-19-Patienten, die keiner akutsomatischen-internistischen Behandlung mehr bedürfen, bzw. leichte oder mittelgradige Verläufe zeigen, ebenfalls zugewiesen. Die genauen Zuweisungskriterien werden in Absprache mit dem Triage-Arzt der Seeklinik Brunnen fallbezogen abgeklärt.

Die Erhöhung dieser Kapazitäten für die Behandlung von COVID-19-Patienten entspricht einem Krisen-Interventions-Zentrum, wie es in der Akutpsychiatrie vielerorts, unabhängig von COVID-19, etabliert ist und das Gesundheitswesen entlastet.

Die Versorgung von COVID-19-Patienten findet losgelöst von den originären stationären Patienten der Seeklinik Brunnen statt. Das bedeutet, dass es auch zu keinen Kontakten zwischen den unterschiedlichen Patientengruppen kommt und Infrastruktur nicht gemeinsam genutzt wird.

Die Seeklinik Brunnen ist ein wichtiger Grundversorger für Psychiatrie im Kanton Schwyz. Der primäre Leistungsauftrag des Kantons, die stationäre Behandlung von psychischen Erkrankungen wie Burn-out, Depressionen und Schlafstörungen, wird weitergeführt und qualitativ nicht beeinträchtigt.

» Ergänzende Information des Amts für Gesundheit und Soziales (PDF)