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Schlaf und psychisches Wohlbefinden hängen eng zusammen. Jeder von uns ist nach einer schlechten Nacht oft müde und gereizt.

Die Ursachen dafür sind vielfach Ein- und Durchschlafstörungen oder auch unbemerkte Atempausen in der Nacht. Gerade Atempausen, oft verbunden mit Schnarchen, können die Qualität des Schlafs beträchtlich stören. Betroffene sind am Tag oft schläfrig und antriebslos oder leiden unter gedrückter Stimmung. Bei diesen Anzeichen sollte auch immer eine nächtliche Atemstörung in Betracht gezogen werden. Ein- und Durchschlafstörungen können aber auch die ersten und hartnäckigsten Symptome einer Depression oder einem Burn-out sein.

Hat man früher gedacht, dass nach dem Abklingen von depressiven Anzeichen auch die Schlafstörung weg geht, ist dies inzwischen widerlegt. Fakt ist, dass unbehandelte Schlafstörungen das Risiko für einen Rückfall in eine Depression um das Zweifache erhöhen. Fakt ist auch, dass Schlafstörungen und Suizidgedanken eng zusammenhängen.

Um Schlafstörungen zu begegnen gibt es wirksame medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlungen. Bei den nicht-medikamentösen Verfahren werden Kompetenzen im Umgang mit dem Schlaf vermittelt, um die Hilflosigkeit und Verzweiflung gegenüber den oft langjährigen Schlafproblemen zu durchbrechen. Ein gesunder Schlaf hilft die Belastungen des Alltags gut zu bewältigen, das Immunsystem und das psychische Wohlbefinden zu stärken.

Dr. phil. Eva Birrer, Leiterin Schlafmedizin und Therapien, Somnologin DGSM und Schlafspezialistin SGSSC, Fachpsychologin für Psychotherapie der Seeklinik Brunnen.

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