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Stress ein bedeutender Auslöser, doch wesentlich verantwortlich dafür ist auch der weibliche Hormonhaushalt.

Sexualhormone beeinflussen den Schlafrhythmus. Im monatlichen Zyklus, besonders bevor und nach der Menstruation, in der Schwangerschaft und Stillzeit, vor, während und nach den Wechseljahren, schwanken die Hormonspiegel so stark, dass es zu Störungen des Schlafrhythmus kommen kann. Auch lästige nächtliche Schweissausbrüche machen einen ungestörten Schlaf unmöglich und führen zu verminderter Leistungsfähigkeit und Erschöpfung. Durch unterbrochenen Schlaf wiederum werden Botenstoffe im Gehirn, wie Acetylcholin, Noradrenalin und Serotonin, die zur Steuerung der Schlafphasen wichtig sind, gestört.

Die Strategie, den Hormonhaushalt auszugleichen, erweist sich in vielen Fällen von Schlafstörungen als wirksam. Anders als herkömmliche Beruhigungs- und Schlafmittel verkürzen diese den REM-Schlaf (Phasen in denen wir träumen und Erlebtes verarbeiten), nicht, ein tieferer und erholsamer Schlaf ohne «hang over» am nächsten Morgen wird gefördert.

Ausgleichen kann man Hormone durch eine Verbesserung der Schlafhygiene mit konstantem Schlaf- und Wachrhythmus und Verzicht auf Koffein und Alkohol, durch Entspannungsverfahren wie autogenem Training oder Yoga, durch einen Ausgleich von Yin und Yang als auch Qi Mangel mittels Akupunktur, durch eine Beeinflussung des vegetativen Nervensystems durch Neuraltherapie, durch homöopathische Mittel und pflanzliche Präparate wie die Yams-Wurzel oder Traubensilberkerze wie auch durch bioidentische Hormone. So wurde in Studien belegt, dass Östrogen die Tiefschlaf- genauso wie die REM-Phasen fördert und so einen gesunden Schlafrhythmus wiederherstellen kann. Progesteron, das Hormon des inneren Friedens und der Weisheit, entspannt und beruhigt. Die Einnahme eines bioidentischen Progesteron Präparates, kurz vor dem Schlafengehen, hilft beim Einschlafen und sorgt für einen ruhigen Schlaf. Auch die Einnahme von Melatonin, einem weiteren Hormon von welchem der Körper mit zunehmendem Alter weniger produziert, kann zur Erhöhung der Einschlafbereitschaft des Körpers erwogen werden. Der Ausschluss und eventuelle Behandlung einer Schilddrüsenfunktionsstörung sollte in jede Behandlung einer Schlafstörung eingeschlossen werden.

 

k wei
Dr. med. Katrin Weichold
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe

 

» Lesen Sie zum Thema auch den Beitrag «Frauen schlafen anders»


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