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Wer die schönen Tage zwischen Schnee und Regen nutzt, kann der Wintermüdigkeit dieses Jahr etwas entgegenwirken.

Die im Volksmund bekannte «Wintermüdigkeit» ist eine unzureichende Anpassungsfähigkeit an die sich im Herbst verändernden Lebensbedingungen. Durch das abnehmende Licht «lenkt unsere innere Uhr den Organismus in eine Art Sparmodus, der dem Winterschlaf der Tiere ähnelt», berichtet Joachim Dietz. Er ist Facharzt für Allgemeinmedizin mit den Schwerpunkten Männermedizin, Sportmedizin in der Seeklinik Brunnen. «Unsere bäuerlichen Vorfahren haben sich diesem Rhythmus angepasst», so Dietz weiter. Heute kann der Arbeitstag dank künstlichem Licht auch im Winter verlängert werden – doch damit würden die Menschen die Regel ihrer inneren Uhr missachten.

Vitaminpräparate helfen nicht

Durch die winterlichen Defizite an Licht reduzieren sich die Gehirnbotenstoffe – eigentlich ein normaler Vorgang. Im Falle von unzureichender Anpassung, allenfalls vermischt mit vermehrter Belastung, «kann dies dann durchaus eine Art Winterdepression auslösen». Vitaminpräparate wirken dagegen logischerweise nicht. Hingegen könne eine medizinische Lichttherapie die Wintermüdigkeit lindern, und Dietz empfiehlt beispielsweise, sich drei bis vier Mal pro Woche während mindestens 30 Minuten am Tageslicht zu bewegen und «vor allem die Nacht nicht zum Tag zu machen».

Da der November bisher mit zahlreichen schönen Tagen aufwarten konnte und auch der Dezember einige Sonnenstrahlen in Aussicht stellt, dürfte ein Spaziergang wohl eines der besten Mittel sein, der Wintermüdigkeit dieses Jahr zu trotzen.

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«Vor allem sollte man die Nacht nicht zum Tag machen.»
Dr. med. Joachim Dietz, Facharzt für Allgemeinmedizin (D)

 

Redaktion: Sandrine Hedinger, Bote der Urschweiz.
Artikel erschienen am 28.11.2015 im Bote der Urschweiz.

 

 

 

 


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