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Sie fragen, unsere Experten antworten. Aktuell zum Thema Ein- und Durchschlafstörungen, Schnarchen und nächtlichen Atemaussetzern.

«Ich habe nachts Mühe einzuschlafen und manchmal auch durchzuschlafen. Ich möchte aber nicht anfangen Schlaftabletten einzunehmen. Dazu sagt meine Frau, dass ich nicht nur schnarche, sondern, dass ich nachts immer wieder aufhöre zu atmen. Was kann ich tun?» Xaver O., 48 Jahre

Dr. med. Helena Shang Meier antwortet:

«Tatsächlich gibt es verschiedene Ursachen für einen schlechten Schlaf und entsprechend unterschiedliche Schlaftherapien, um den gesunden Schlafrhythmus wieder herzustellen. Die Behandlung der sogenannten Insomnie (nicht ein- oder durchschlafen können oder zu früh erwachen) kann in vielen Fällen ohne Medikamente erfolgen. Werden nächtliche Atemaussetzer (Schlafapnoe) beobachtet, dann sollten diese unbedingt abgeklärt werden. Die Kombination einer Insomnie mit einer Schlafapnoe kommt durchaus vor und wird leider häufig verkannt.

Im Schlaflabor können verschiedene Arten von Schlafstörungen abgeklärt werden, u.a. auch die obstruktive Schlafapnoe. Es werden dabei die verschiedenen Schlafstadien, der Herzrhythmus, die Atembewegungen, die Sauerstoffsättigung und die Bewegung der Extremitäten analysiert. Dazu gehört auch die Aufzeichnung von (Schnarch-) Geräuschen. Um Ein- und Durchschlafprobleme zu analysieren genügen meistens eine Bewegungsmessung (Aktigraphie) und ein Schlaftagebuch zur ersten Abklärung.

Der Schlaf ist eine komplexe Angelegenheit, deshalb müssen manchmal bei Störungen auch Psychologen oder Fachärzte anderer Disziplinen hinzugezogen werden. Grundsätzlich können Schlafstörungen gut behandelt werden. Ein gesunder Schlaf ist wichtig, um die Belastungen des Alltags physisch und psychisch gut zu bewältigen, das Immunsystem zu stärken und auch besser zu altern.»

h sha 
Dr. med. Helena Shang Meier ist medizinische Leiterin der Schlafmedizin der Seeklinik Brunnen. Sie ist Fachärztin für Pneumologie, Schlafmedizin (SGSSC) und Psychosomatik (SAPPM).

 

 


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